Diabetes verstehen
— Grundlagen einfach erklärt
Diabetes mellitus – wörtlich übersetzt „honigsüßer Durchfluss“ – ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der die im Blut befindliche Glukose (Zucker) nicht in die Körperzellen aufgenommen werden und in Energie umgewandelt werden kann.

Diabetes verstehen
— Grundlagen einfach erklärt
Diabetes mellitus – wörtlich übersetzt „honigsüßer Durchfluss“ – ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der die im Blut befindliche Glukose (Zucker) nicht in die Körperzellen aufgenommen werden und in Energie umgewandelt werden kann.
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Schlüssel-Schloss-Prinzip

Schlüssel-Schloss-Prinzip
Glukose – der wichtige Energielieferant für den Körper
Die über die Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate werden im Darm abgebaut und unter anderem in Glukose umgewandelt. Die entstehende Glukose gelangt über die Darmwand ins Blut. Das hat einen Anstieg des Blutzuckerspiegels zur Folge. Im Blut wird die Glukose mit Hilfe des Hormons „Insulin“ in die Zellen transportiert. Dieser Prozess ist bei Diabetiker:innen gestört. Das für die Energiegewinnung wichtige Hormon Insulin fehlt vollständig bzw. teilweise oder wirkt nicht mehr ausreichend.
Diabetes Typ 1
Beim Diabetes Typ 1 liegt ein absoluter Insulinmangel vor. Nach heutigem Stand wird davon ausgegangen, dass körpereigene Abwehrkräfte die für die Insulinproduktion erforderlichen Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören. Der Auslöser dieser Autoimmunreaktion ist noch nicht bekannt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen Umweltgifte, Genveränderungen (z. B. HLA-System), geschädigte Nervenzellen in der Bauchspeicheldrüse und Virusinfektionen.
Aufgrund ihres absoluten Insulinmangels sind Typ-1-Diabetiker:innen dauerhaft insulinpflichtig. Das fehlende Insulin muss von „außen“ zugeführt werden. Häufig wird dieser Diabetes-Typ bereits im Kindes- oder Jugendalter diagnostiziert.
Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 2
Mit ca. 90 % leidet ein Großteil der Diabetiker:innen an einem Typ-2-Diabetes. Hierbei sind zwei Prozesse im Körper gestört. Zum einen kann das Hormon „Insulin“ nicht richtig an den Körperzellen wirken. Dadurch ist die Glukoseaufnahme aus dem Blut in die Zellen gehemmt. Es liegt eine sogenannte „Insulinresistenz“ vor. Diese kann durch Bewegungsmangel und Übergewicht verstärkt werden.
Zum anderen reagiert die Bauchspeicheldrüse auf die verminderte Reaktion der Körperzelle auf Insulin mit einer erhöhten Insulinproduktion. Dies hat eine Ermüdung der Beta-Zellen zur Folge. Es wird zu wenig Insulin produziert und es gelangt in nicht ausreichender Menge ins Blut.
Die Dysfunktion der insulinproduzierenden Beta-Zellen kann nicht nur eine Folge aus der Überproduktion sein, sondern auch einen angeborenen Ursprung haben. Da die genetische Veranlagung zu den Hauptursachen gehört, tritt ein Typ-2-Diabetes nicht nur in Verbindung mit Übergewicht auf. Auch schlanke Menschen (ca. 15 %) können erkranken (Typ 2a).
Der Typ-2-Diabetes wurde lange Zeit auch als Altersdiabetes bezeichnet, da er oftmals erst im hohen Alter nachgewiesen wird. Heutzutage wird dieser Diabetes-Typ aber auch immer häufiger bei jüngeren Menschen diagnostiziert. Ursache dafür sind zunehmender Bewegungsmangel und Übergewicht bei Kindern bzw. Jugendlichen.
Diabetes Typ 2

Anzeichen
Bei Diabetes mellitus handelt es sich um eine sogenannte unsichtbare Krankheit. Bei den Betroffenen treten keine akuten Schmerzen auf. Von daher gibt es nur Anzeichen, die auf eine Erkrankung hinweisen können.
Folgende Symptome können auf einen Diabetes hindeuten:
- Gewichtsverlust
- Vermehrte Urinproduktion
- Erschöpfung und Müdigkeit, Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen
- Andauerndes Durstgefühl
- Juckreiz
- Schlecht heilende Wunden
- Empfindungsstörungen
- Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
Grenzwerte für den Nüchternblutzucker

Besonders bei einem Typ-1-Diabetes können einige der benannten Symptome akut auftreten.
Ein Diabetes Typ 2 entwickelt sich oft schleichend und verursacht keine Beschwerden. Aus diesem Grund bleibt ein Typ-2-Diabetes lange Zeit unentdeckt oder wird durch Zufall diagnostiziert. Die Diagnose eines Diabetes erfolgt bei Ärzt:innen anhand verschiedener Tests: Messung des Nüchtern- und Gelegenheitsblutzuckers, oraler Glukosetoleranztest, Urinuntersuchung und Bestimmung des HbA1c-Werts.
Diabetes vorbeugen
Diabetes Typ 1
Nach aktuellem Stand kann ein Typ-1-Diabetes noch nicht verhindert werden.
Diabetes Typ 2
Ein Typ-2-Diabetes hat eine genetisch bedingte Veranlagung, bricht jedoch häufig erst aus, wenn zur erblichen Vorbelastung Faktoren wie Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und starkes Übergewicht hinzukommen (Typ 2b). Einem Typ-2-Diabetes kann somit durch einen gesunden Lebensstil bzw. einer Gewichtskontrolle entgegengewirkt werden.
Übergewicht beeinträchtigt die Insulinempfindlichkeit von Fett-, Muskelgewebe und der Leber. Aus diesem Grund kann eine Reduktion des Gewichtes dazu führen, dass die Körperzellen wieder besser auf Insulin ansprechen. Laut Expert:innen kann eine 5- bis 10-prozentige Reduktion des Körpergewichtes bereits einen erheblichen Einfluss auf den Diabetes haben.
Sportliche Aktivität hat ebenfalls einen positiven Einfluss. Durch Sport werden die Muskeln im Körper aktiviert, sodass mehr Glukose (Zucker) und Fette verbrannt werden. Des Weiteren bilden sich neue Muskelzellen, für deren Versorgung mehr Energie benötigt wird. Blutzucker- und Blutfettspiegel sinken.
FAQ
Hier finden Sie schnelle und einfache Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Diabetes. Wir hoffen, dass Sie in diesem Bereich alle Antworten finden. Sollten Sie dennoch Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

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