Leben mit Diabetes
Zu einem Leben mit Diabetes gehört auch, in besonderen Situationen achtsam zu sein. Dies sollte jedoch nicht daran hindern, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Ob es um das Reisen, die Freizeitgestaltung oder den Sport geht – was zählt ist eine gute Vorbereitung und ein gutes Diabetes-Management. Die folgenden Situationen erfordern eine besondere Aufmerksamkeit.
Leben mit Diabetes
Zu einem Leben mit Diabetes gehört auch, in besonderen Situationen achtsam zu sein. Dies sollte jedoch nicht daran hindern, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Ob es um das Reisen, die Freizeitgestaltung oder den Sport geht – was zählt ist eine gute Vorbereitung und ein gutes Diabetes-Management. Die folgenden Situationen erfordern eine besondere Aufmerksamkeit.
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Diabetes und Schwangerschaft
Diabetikerinnen ohne Folgeerkrankungen, die sich ein Kind wünschen, gehen bei gut eingestellten Blutzuckerwerten kein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind ein und können grundsätzlich eine komplikationslose Schwangerschaft erleben. Dennoch sollten bei bestehendem Kinderwunsch Fachärzt:innen zur Beratung hinzugezogen werden.
Antidiabetika während der Schwangerschaft
Eine Schwangerschaft sollte gut geplant werden und die Blutzuckerwerte sollten bereits vor der Empfängnis im normnahen Bereich liegen. Die optimale Blutzuckereinstellung minimiert die diabetesbedingten Risiken erheblich. Zudem ist es wichtig, vor Schwangerschaftsbeginn abklären zu lassen, ob Folgeerkrankungen bestehen.
Um während der Schwangerschaft eine optimale Therapie sicherzustellen, ist eine engmaschige ärztliche Betreuung notwendig. Aufgrund der Hormonschwankungen stellt die Blutzuckereinstellung eine besondere Herausforderung dar.
Der Insulinbedarf nimmt bis ca. zur 14. Schwangerschaftswoche ab. Mitte der Schwangerschaft kommt es dann zu einem steilen Anstieg und während der Geburt sinkt der Insulinbedarf wieder radikal.
Das Risiko einer Frühgeburt ist bei Diabetikerinnen erhöht. Perinatalzentren (Level 1 & 2) sind auf Frühgeburten spezialisiert. Es wird empfohlen, das Kind in einem solchen Zentrum zur Welt zu bringen.
Durch die vollumfängliche ärztliche Betreuung und eine gute Blutzuckereinstellung können werdende Mütter mit Diabetes die Schwangerschaft unbeschwerter erleben.
Risikoschwangerschaft mit Diabetes?
Berufswahl und Diabetes
Gut eingestellte Diabetiker:innen, die keine Folgeerkrankungen haben, können fast jeden Beruf – entsprechend ihrer Fähigkeiten – ausüben. Ausnahmen bestehen, wenn Menschen mit Diabetes sich und andere bei Ausübung der Tätigkeit durch Stoffwechselentgleisungen gefährden könnten. Für Diabetiker:innen ungeeignete Berufe sind z. B. Berufe mit Absturzgefahr (Gebäudereiniger:innen oder Dachdecker:innen), Überwachungsfunktionen (Fluglotse:innen) oder Schusswaffengebrauch (Polizist:innen).
Eine jährliche Bescheinigung von Ärzt:innen, mit der die Eignung für bestimmte Berufe bestätigt wird, könnte gegebenenfalls notwendig sein. Wird aufgrund eines festgestellten Diabetes ein Berufswechsel notwendig, wird die Umschulung im Regelfall vom Arbeitsamt oder der Rentenversicherung genehmigt.
Diabetes bei Kindern
Bei Kindern tritt der Diabetes Typ-1 am häufigsten auf. Betroffene Kinder brauchen zwar besondere Aufmerksamkeit und auch im Alltag ändert sich einiges, sie können aber im Großen und Ganzen ein normales Leben führen. Die Anzeichen für einen Diabetes mellitus im Kindesalter entsprechen denen von Erwachsenen.
Diabetes-Management
Das Diabetes-Management begleitet diabetische Kinder zu Hause, in der Schule oder im Kindergarten. In speziellen Schulungen lernen Eltern und Kinder direkt nach der Diagnose, wie der Alltag mit Diabetes gemeistert werden kann.
Schulungen können Ängste abbauen
Sollten Kinder im Kindergarten- oder Grundschulalter mit dem eigenständigen Diabetes-Management überfordert sein, kann bei der Krankenkasse ein Pflegedienst beantragt werden. Der Pflegedienst kommt zu festen Zeiten in die Schule oder in den Kindergarten, misst den Blutzuckerwert und verabreicht Insulin. Allerdings hat der Pflegedienst nur ein bestimmtes Zeitfenster zur Verfügung. Ein Abwarten, ob eine Mahlzeit für die Insulin gespritzt wurde, auch aufgegessen wird, ist leider nicht möglich.
Wird mehr Unterstützung benötigt, kann eine Eingliederungs- und Integrationshilfe beim Sozialamt beantragt werden. Diese begleiten Kinder während des gesamten Kindergarten- oder Schultages.
Eine Vereinfachung im Diabetes-Alltag stellt auch die Insulinpumpen-Therapie dar, die heutzutage vielen Kindern direkt nach der Diagnose verschrieben wird.
Klassenfahrten
Die Teilnahme an mehrtägigen Klassenfahrten oder Ausflügen ist für Kinder, die ihr Diabetes-Management selbstständig bewältigen, problemlos möglich. Abhängig von Alter und Selbstständigkeit kann es aber sinnvoll sein, dem Kind in diesen Situationen etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken, da die Therapie bei ungewohnten körperlichen Belastungen und einem veränderten Tagesablauf angepasst werden muss. Auch eine gute Vorbereitung ist sehr wichtig. Bei kleineren Kindern sollte ein Elternteil nach Möglichkeit als Begleitperson an Ausflügen oder Klassenfahrten teilnehmen.
Krankheit
Werden Kinder mit Diabetes krank, müssen die Blutzuckerwerte häufiger kontrolliert werden, da Infekte den Blutzuckerwert durcheinanderbringen. Durch fieberhafte Erkankungen wird beispielsweise der Insulinbedarf erhöht. Bei Erbrechen und Durchfall kann die Kohlenhydratverwertung des Körpers gestört sein, wodurch das Risiko für eine Unterzuckerung steigt. In diesen Fällen sollten unbedingt Ärzt:innen kontaktiert und etwaige Anpassungen in der Therapie abgesprochen werden.
Gleiches gilt für kranke, erwachsene Diabetiker:innen.
Pubertät
Kommen Kinder bzw. Jugendliche in die Pubertät, kann dies Auswirkungen auf die Blutzuckerwerte haben. Sexualhormone werden unregelmäßig und zugleich vermehrt produziert. Dadurch sind die Körperzellen weniger empfindlich gegenüber Insulin. Aufgrund von Wachstumshormonen steigt der Blutzucker morgens an (Dawn-Phänomen). Trotz hervorragendem Diabetes-Management können die pubertätsbedingten starken Schwankungen des Blutzuckers zu einem wiederholten Anstieg des Langzeitblutzuckerwertes „HbA1c“ über den Zielwert führen.
Diabetes im Straßenverkehr
Diabetiker:innen dürfen am Straßenverkehr teilnehmen und ein Fahrzeug führen. Es sollten nur einige Punkte beachtet werden:
Blutzucker vor Fahrtbeginn messen
Alle 2 Stunden eine Pause einlegen
Not-BE griffbereit haben
Bei geringsten Anzeichen einer Unterzuckerung schnellstmöglich anhalten
Diabetes und Reisen
Bei geplanten Urlaubsreisen ist eine gute Vorbereitung das A und O. Vor und während einer Reise sollten jedoch einige Punkte beachtet werden:
FAQ
Hier finden Sie schnelle und einfache Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Leben mit Diabetes. Wir hoffen, dass Sie in diesem Bereich alle Antworten finden. Sollten Sie dennoch Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

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